Lebkuchenherzerl Malerei

In Deutschland greift man dabei in aller Regel zu Weizenmehl, in Osteuropa oder Frankreich hingegen ist Roggenmehl weitaus üblicher. An Stelle von Mehl greifen die Lebzelter, wie die Bäcker von Lebkuchenherzen auch heißen, aber eher zu Ölsamen. Der Beruf des Lebzelters übrigens kam im Zuge des Übergangs von der Zeidlerei, also des Einsammelns des Honigs von Wildbienen, zur Imkerei auf. Neben dem Backen von Lebkuchen stellten die Lebzelter nämlich in erster Linie durch ihr Monopol auf den Honighandel die entscheidende Zutat zur Verfügung. Mit dem Honig, den sie den Bauern abkauften, hatten Lebzelter die Genehmigung, neben Lebkuchenherzen auch Met und selbst gezogene Kerzen herzustellen und die Produkte jeweils in eigenen Schankstuben zu verkaufen. Dank des hohen Wertes der Lebkuchen, den Honig in der frühen Neuzeit hatte, war der Handel und Umgang der Malerei mit dem goldenen Stoff ein einträgliches Geschäft, das erst mit Aufkommen von Lebkuchen, Bier, Paraffin und Rübenzucker nach und nach zurück ging. Was heute im Lebkuchen alles drin ist beziehungsweise nicht drin sein darf, ist teilweise streng geregelt:

Zum Beispiel: Elisenlebkuchen

In Deutschland existieren gesetzliche Regelungen, wann ein Lebkuchen Elisenlebkuchenherzenheißen darf. Hier greift das deutsche Lebensmittel-, Bedarfsgegenstände- und Futtermittelgesetzbuch, das für Elisenlebkuchen einen mindestens 25%igen Anteil an Mandeln oder/und anderen Nüssen vorsieht und einen maximal 10 %igen Anteil an Getreidemahlerzeugnissen bzw. einen 7,5 %igen Anteil an Stärke. Auch beim Schokoladenpart nimmt der Lebkuchen es der Gesetzgeber genau: Da Elisenlebkuchen zu den „feinen“ Backwaren gehören, darf für die Malerei der Herzerl sie nur Kuvertüre verwendet werden und keine Kakao enthaltende Fettglasur. Ergänzende Informationen finden Sie direkt auf Martls Homepage "Martls Lebkuchenherz »"